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Bei einer Bauchspeicheldrüsenschwäche, auch exokrine Pankreasinsuffizienz genannt, produziert die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Verdauungsenzyme. Diese Enzyme sind jedoch notwendig, um Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate im Darm vollständig aufzuspalten und zu verwerten.

Typische Symptome sind fettige, glänzende oder übel riechende Stühle, Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl nach dem Essen sowie Durchfall oder weicher Stuhlgang. Häufig kommt es zusätzlich zu ungewolltem Gewichtsverlust, obwohl die Nahrungsaufnahme unverändert ist. Auch ein Mangel an wichtigen Nährstoffen kann entstehen.

Mögliche Ursachen sind chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, langjähriger Alkoholmissbrauch, Autoimmunprozesse, genetische Faktoren oder auch altersbedingte Veränderungen der Organfunktion. In manchen Fällen kann die Ursache auch in einer allgemeinen Verdauungsschwäche oder anderen Erkrankungen des Verdauungstrakts liegen.

Wird eine Bauchspeicheldrüsenschwäche nicht behandelt, kann dies langfristig zu ausgeprägten Nährstoffmängeln, Gewichtsverlust, Muskelabbau und einer deutlichen Schwächung des gesamten Organismus führen. Besonders kritisch ist die unzureichende Aufnahme fettlöslicher Vitamine, was langfristig weitere gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Im Stuhl kann eine Bauchspeicheldrüsenschwäche durch einen erhöhten Fettgehalt auffallen. Typisch sind fettige, voluminöse, schwer abspülbare Stühle.

Eine Stuhlanalyse kann Hinweise auf die Enzymaktivität der Bauchspeicheldrüse liefern und zur Abklärung beitragen.

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